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Afrika hat es uns angetan (Teil 4) – vom „Chobe Nationalpark“ zu den „Victoria Falls“

Heute verlassen wir das Okavango Delta. Leider geht unser Flieger erst um 13:00 Uhr, und somit wird es heute ein stressiger Tag, da wir von „Maun“ bis zur nächsten Unterkunft noch mehr als 300 km vor uns haben. Wir fahren auf der A3 durch einen großen Teil des Makgadikgadi Pans Nationalpark Richtung Nata und geraten in eine Polizeikontrolle. 86 kmh statt 60 kmh – oh, das war etwas zu schnell.
Der Polizist ist aber sehr freundlich, und da wir unser Vergehen zugeben und uns reumütig zeigen, lässt er uns ohne Strafe mit einem „COME BACK“ weiterfahren. Solche Erlebnisse vergisst man nicht!
Auf der Weiterfahrt passieren wir wieder einen Veterinärzaun, und die Zeit wird langsam knapp, da wir vor der Dunkelheit in der Unterkunft ankommen möchten. Wir dürfen nur 60kmh fahren, und die Straßen sind in einem so desolaten Zustand, dass wir einem Schlagloch nach dem anderen ausweichen müssen. Doch wir schaffen es noch und erreichen um 18:00 Uhr endlich die Nata Lodge.
Wir beziehen unser Zelt, benützen auch hier die Außendusche, und lassen uns das Abendessen und den Wein schmecken.
Maun, kurz vor der Landung
Vorort von Maun, kurz vor der Landung
Nata Lodge in Nata
Zeltunterkunft in der Nata Lodge
Nata Lodge in Nata
Restaurant in der Nata Lodge
Als wir aufstehen hat es nur 6°Grad, und wie ihr euch denken könnt, entfällt die Dusche. Auf der Strecke Richtung Norden nach Kasane sehen wir vereinzelt Elefanten und Giraffen am Straßenrand. Eigentlich hatten wir mehrere erwartet, aber vielleicht kommen sie ja noch. Doch es ist schon Vorsicht beim Fahren geboten, denn es kann jederzeit passieren, dass die Tiere ohne Vorwarnung die Straße kreuzen.
„THIS IS A WILD LIFE AREA, STOPPING HERE AT YOUR OWN RISK“ – diese Schilder stehen oft am Straßenrand, halten uns aber nicht davon ab, kurze Stops auf der Strecke einzulegen. Man muss ja doch manchmal auch etwas erledigen!!! Um die Mittagszeit kommen wir in „Kasane“, einer kleinen Stadt mit ca. 9000 Einwohnern, die an den Ufern des Chobe und im Vierländereck Sambia, Simbabwe, Namibia und Botswana liegt, an.
Unsere Unterkunft „The Old House“ liegt zentral im Ort und direkt am Fluss. Das bedeutet, dass man im Garten der Unterkunft „Hippos“ und „Black Mambas“ begegnen kann – gesehen haben wir keine!
Wir starten zu einer Bootstour, und unser Guide „BT“ gibt uns ausführliche Informationen über den Fluss „Chobe“. Er entspringt in Angola, heißt dort „Cuando“, und fließt weiter als „Kwando“ im „Caprivi Streifen“, bevor er zum „Chobe River“ wird. Und dann geht`s los, wir sehen Vögel, wie den „Green-backed Heron“, „Kingfisher“ und auch einige „Fish Eagle“. Am Flussufer liegen Warane („Water monitor“), welche bis 5 m lang werden können, sowie  Nilkrokodile in der Nähe von Büffeln.
Wunderschön anzusehen sind die Elefanten, die im Fluss stehen, sich das Gras schmecken lassen und trinken. So ein Elefant bringt 9 l Wasser in sein Maul – man bedenke, das wären 9 Maß Bier auf einmal!!!
Und dann kommt das Highlight dieser Tour – eine ganze Hippo Familie rund um uns! Wir sind wieder einmal beeindruckt, und trinken unser Bierchen auf dem Boot, bei einem traumhaften Sonnenuntergang und der Stille des Flusses.
Guide „BT" - Kasane - Botswana
Unser Guide „BT“ auf dem Chobe River
Büffel am Chobe River
Büffel am Chobe River
Waran am Chobe River
Waran am Chobe River
Krokodil am Chobe River
Krokodil am Chobe River
Flusspferde am Chobe River
Flusspferde im Chobe River
Elefant im Chobe River
Elefant im  Chobe River
Heute werden wir das drittgrößte Schutzgebiet Botswanas, den Chobe Nationalpark mit dem SUV erkunden. Der Nationalpark umfasst ein annähernd 11.000 qkm großes Gebiet, bietet eine Vielfältigkeit an Wilderlebnissen und ist reich an Pflanzenleben.
Wir starten schon am frühen Morgen, bezahlen am Sedudu Gate den Eintritt, und fahren kreuz und quer durch den Park. Wir sehen ein paar Krokodile, eine Büffelherde und viele Affen. Die Karte, die ich am Eingang erhalten habe, schaue ich leider nur oberflächlich an, und somit fahren wir auf Pisten, die man lieber meiden sollte. Plötzlich hängen wir fest, und unsere Stimmung ist nicht wirklich die beste. Aber wir wissen, wie wir damit umgehen, keiner von uns beiden sagt viel, und nach einer Weile schafft es Thomas, den Toyota frei zu bekommen, und wir finden auch wieder auf eine ausgeschilderte Strecke. Noch mal Glück gehabt, denn ob uns hier so schnell jemand gefunden hätte, bezweifle ich. Sich vom Auto zu entfernen und einfach so durch den Busch zu laufen, ist auch nicht ratsam. Wer will schon plötzlich vor einem Löwen, Leoparden oder Elefanten stehen.
Wir machen erstmal Mittagspause im Auto am Ufer des Chobe, und beobachten die Hippos und Krokodile. Am Nachmittag bekommen wir dann doch noch mehr Tiere zu Gesicht. Zebra- und Büffel Herden, Impalas ohne Ende, sehr viele Giraffen und vereinzelt Elefanten. Was mir eigentlich fehlt, ist diese große Gruppe von Elefanten am Ufer des Chobes, die ich mir gewünscht hätte. Naja – wir waren wahrscheinlich nicht zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle. 
Zurück in Kasane laufen wir noch in den Ort und kaufen Kleinigkeiten ein. Wir fühlen uns hier sicher, und die Einheimischen beachten uns auch nicht, sie sind die Touristen ja gewöhnt. 
Sedudu Gate im Chobe Nationalpark
Sedudu Gate – Eingang zum Chobe Nationalpark
Zebras im Chobe Nationalpark
Zebras im Chobe Nationalpark
Affe im Chobe Nationalpark
Affe im Chobe Nationalpark
Impala im Chobe Nationalpark
Impala im Chobe Nationalpark
Zebras im Chobe Nationalpark
Zebras im Chobe Nationalpark
Haus in Kasane
Haus in Kasane
Inzwischen sind wir schon mehr als eine Woche unterwegs, und heute steht das nächste Highlight auf dem Programm, die Victoria Fälle in Simbabwe. Für diesen Abstecher nach Simbabwe haben wir uns für einen organisierten Bustransfer von Kasane über die Grenze nach Victoria Falls entschieden, da es als Sebstfahrer doch etwas kompliziert wäre.
Unser Transfer startet am Vormittag, die Grenzformalitäten halten zwar etwas auf, sind aber ansonsten problemlos. Auf der Fahrt sehen wir einige Elefanten am Straßenrand, und einer von ihnen blockiert kurzzeitig die Straße.
Nach drei Stunden kommen wir in Victoria Falls an und checken im Bayete Guest House ein. Die Unterkunft ist sehr liebevoll gestaltet und liegt nur ca. 3 km vom Ortskern entfernt. Somit laufen wir nach einer kleinen Stärkung los.
Victoria Falls mit seinen ca. 30.000 Einwohnern lebt zumeist vom Tourismus. Es gibt viele Hotels, Safari-Unternehmen, Autovermieter und Souvenirläden und auch jede Menge Affen. Manchmal kommen sogar Elefanten in die Stadt. Unser Weg führt uns zum traditionellen Victoria Falls Hotel. Dieses Hotel wurde 1904 im Kolonialstil erbaut, und man sieht von der Terrasse aus deutlich die Gischt der Victoria Fälle. In einem netten Lokal Three monkeys trinken wir einen Kaffee und fahren mit dem Taxi zurück zur Unterkunft.
Die Besichtigung der Victoria Falls heben wir uns für morgen auf.
Grenze von Botswana nach Simbabwe
Grenze von Botswana nach Simbabwe
BAYETE GUEST LODGE in Victoria Falls
BAYETE GUEST LODGE in Victoria Falls
Victoria Falls
Victoria Falls
The Victoria Falls Hotel
The Victoria Falls Hotel
Victoria Falls Bridge
Toller Blick vom Victoria Falls Hotel zur Victoria Falls Bridge
Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Taxi zu den Fällen.
Ein Rundgang an den Victoria Falls ist äußerst beeindruckend. Man kann über die Gewalt der Natur nur staunen, und die Kraft, die hinter den tosenden Wassermassen steckt, kann man kaum fassen. Diesen Eindruck wird man sein Leben lang nicht vergessen. 
Am Eingang informieren wir uns an Hand der Schautafeln über die Geschichte und Geologie der Fälle. Weiter geht es zum Livingstone-Denkmal, welches Dr. David Livingstone gewidmet ist, der als erster Weißer die Fälle im Jahre 1854 sah. Wir laufen den Rundweg weiter zum Devil`s Cataract, der mit 60 m der niedrigste der Fälle ist. Von dort geht es zu den Main Falls. Hier donnert das Wasser 93 m tief in die Schlucht, während bei den Horsshoe Falls eine Tiefe von 95 m erreicht wird. Die größten Fälle sind die Rainbow Falls mit 105 m und wir können den Regenbogen bewundern. Den Danger Point lassen wir aus, da es wirklich sehr rutschig ist, und man durch die hohe Gischt fast nichts sieht. 
Über den Rainforest Walk gehen wir zurück zum Ausgang, trinken einen Kaffee und lassen die gigantischen Eindrücke nachwirken. Eigentlich denkt man in Afrika an die Gefahr von wilden Tieren, aber dass mich an den Victoria Fällen eine Biene sticht, damit habe ich nicht gerechnet. Ein Angestellter vom Restaurant gibt mir aber freundlicher Weise eine Zwiebel, und somit kann die Tour weitergehen. Obwohl man im Rainforest schon sehr nass wird, gehen wir noch einmal zurück und laufen bis zu der Stelle, von der aus wir einen schönen Blick auf die Victoria Falls Bridge haben. Es wird nicht umsonst empfohlen, sich wetterfest anzuziehen. Ob man in einem Regenponcho herumläuft, welche man am Eingang kaufen oder leihen kann, oder wie wir, mit regenfester Jacke, muss jeder für sich entscheiden. Ganz wichtig ist aber auch angemessenes Schuhwerk, da es z.T. schon sehr glitschig ist. Im Restaurant des Visitor Centers lassen wir uns von der Sonne trocknen, und stärken uns mit Toast und Bier. 
Jetzt geht es weiter zur Victoria Falls Bridge, welche die Grenze zu Sambia ist. Hier schauen wir eine zeitlang dem Treiben zu, gehen aber nicht über die Grenze. Es ist interessant zu beobachten, wie viele Menschen mit voll bepackten, meist schon ziemlich rostigen, alten Fahrrädern von Sambia hier herüber kommen.  
Im Ort setzen wir uns in ein Cafe und werden von einer Life Band unterhalten. 
Den restlichen Tag relaxen wir noch etwas am Pool der Unterkunft, und am Abend gibt es für Thomas noch eine Überraschung. Das Personal bringt ihm einen leckeren Kuchen und singt ein Ständchen für ihn – er hat heute Geburtstag. Nicht jeder hat das Glück, seinen Geburtstag an den Victoria Fällen zu verbringen.
Eingang zum Victoria Falls National Park
Eingang zum Victoria Falls National Park
Restaurant im Victoria Falls National Park
Restaurant im Victoria Falls National Park
Victoria Falls National Park
Victoria Falls National Park
Victoria Falls National Park
Victoria Falls National Park
Victoria Falls National Park
Victoria Falls National Park
Victoria Falls Bridge
Victoria Falls Bridge

Im nächsten Teil unserer Reise „Afrika hat es uns angetan (Teil 5)“, könnt ihr erfahren, wie es uns im Caprivi Streifen ergangen ist

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Von |2018-12-21T11:10:14+02:0014. Dezember 2018|Kategorien: Afrika, Allgemein|Tags: , , , , , , , , , , , |

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